Zuerst verstehen, dann zeichnen
Ein Modell ist eine zweckmäßige Vereinfachung der Wirklichkeit. Erfasst wird, was der Auftrag verlangt. Die Anforderungsanalyse klärt Benutzergruppen, benötigte Auswertungen und Geschäftsregeln. Daraus entsteht ein semantisches bzw. konzeptionelles Modell, etwa ein Entity-Relationship-Modell (ERM). Anschließend folgen relationales Schema, technische Implementierung und Tests.
Eine Entität ist ein einzelnes unterscheidbares Objekt, etwa das Rad R7. Der Entitätstyp RAD fasst gleichartige Objekte zusammen. Ein Attribut beschreibt eine Eigenschaft, etwa Rahmengröße. Der Attributwert eines konkreten Rads könnte 54 sein.
Ein Schlüsselkandidat identifiziert eine Entität eindeutig und ist minimal: Kein Bestandteil lässt sich weglassen, ohne die Eindeutigkeit zu verlieren. Ein Kandidat wird zum Primärschlüssel gewählt. Namen sind meist ungeeignet. Eine künstliche RadID bleibt auch bei Änderungen anderer Eigenschaften stabil.
Ein Auftrag mit Grenzen
Der Verleih verwaltet Kunden mit Name und Telefonnummer sowie einzelne Räder mit Typ und Rahmengröße. Jede Ausleihe bezieht sich auf genau einen Kunden und genau ein Rad und besitzt Beginn und Ende. Ein Kunde kann mehrmals ausleihen. Räder können über die Zeit mehrfach verliehen werden. Gleichzeitig darf ein Rad nicht doppelt belegt sein.
Substantive liefern Kandidaten für Entitätstypen, Verben Kandidaten für Beziehungen. Das ist eine Suchhilfe, keine automatische Übersetzungsregel. Kläre zum Beispiel, ob „Radtyp“ nur ein Textattribut oder ein eigener Typ mit zusätzlichen Eigenschaften sein soll.
Notiere fünf Kernbegriffe und erkläre zwei davon mit eigenen Worten. Formuliere eine Frage, die du anschließend mit einem Partner klärst.